Frühlingsgedanken
Sonntag früh – ein herrlicher Frühlingstag Mitte April. Was könnte einem braven Menschen, nachdem er ein gutes Frühstück genossen hat, einfallen? Richtig, er schnappt sich sein Fahrrad und radelt gutgelaunt Richtung Elbe.
Es ist etwa 10 Uhr. Unterwegs sind fast ausschließlich Eingeborene, was einem gefällt, manche gehen spazieren, andere sind ebenfalls mit dem Drahtesel unterwegs, viele joggen. Man denkt also an nichts Böses. Doch dann, wer läuft denn da? Es ist der Bürgermeister. Er macht zwar keine großen Schritte, es ist eher ein Tippeln.
Für einen Moment ist die gute Laune getrübt. Aber dann, nach kurzem Nachdenken, kommt die Einsicht: Solange der läuft, kann er eigentlich nichts falsch machen.
Lieber Herr Scholz, können Sie nicht immer Sport treiben und dafür die Finger von der Politik lassen? Das wäre für Hamburg allemal besser. Und auf das Bürgermeistergehalt kommt es bei Ihnen doch inzwischen sicher auch nicht mehr an. Sie hätten auch so ein Auskommen mit dem Einkommen.
Und noch eine Bitte: Sprechen Sie mit Ihren Kollegen in der Bürgerschaft, damit sie es Ihnen gleichtun. Sie müssen ja nicht alle joggen, andere können ja auch boxen oder eislaufen. Der Volksmund sagt ohnehin: “Wenn es dem Esel zu gut geht, geht er aufs Eis.”
Tag der deutschen Zukunft 2012
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