Gesellschaftliche Fehlentwicklung durch Unterdrückung der nationalen Opposition
Profitgier gilt in den kapitalistischen Wirtschaftssystemen als Antriebsenergie. Sie führt angeblich zu einer optimalen Versorgung der Menschen mit Waren und Dienstleistungen aller Art. Menschen sind aber als Verbraucher nicht nur Nutznießer der Profitgier von Kapitaleignern, sondern als Arbeitskräfte im Wirtschaftssystem oft auch Objekte der Ausbeutung zur Erwirtschaftung möglichst hoher Profite. Um der Ausbeutung der arbeitenden Menschen Grenzen zu setzen, muß der Gesetzgeber für soziale Gerechtigkeit sorgen, der Wirtschaftsprozeß ist also im Interesse des Volkes zu regeln.
In dem gegenwärtig in der Bundesrepublik Deutschland (BRD) praktizierten Liberalkapitalismus erfolgt dies nicht. Die BRD ist zu einem Wirtschaftsstandort verkommen, in dem der Profitgier internationaler Kapitaleigner durch gewählte Volksvertreter Tür und Tor geöffnet wurden. Es gilt heute der Grundsatz: Der Mensch ist für die Wirtschaft da und nicht die Wirtschaft für den Menschen. So wurden einst in Zeiten der Hochkonjunktur im Interesse der Großindustrie Gastarbeiter ins Land geholt, denen ein Bleiberecht und Familiennachzug gewährt wurde. Es werden auch jetzt noch der Wirtschaft auch weiterhin Arbeitskräfte aus dem Ausland zugeführt, wodurch viele Deutsche aus dem Wirtschaftsprozeß ausgegliedert werden. Deutschland wurde zu einem weltoffenen Wirtschaftsstandort gemacht, in dem Menschen als Humanressource betrachtet werden, die sich vergleichbar mit Schachfiguren global verschieben lassen und die, wenn sie nicht mehr profitabel sind, aus dem Wirtschaftsprozeß auch wieder hinausgeworfen werden können. Löhne, die unter dem Existenzminimum liegen und die von der solidarischen Gesellschaft aufgebessert werden, sind eine weitere Folge der auf Profitmaximierung ausgerichteten kapitalistischen Wirtschaft.
Durch die Internationalisierung und Liberalisierung der kapitalistischen Wirtschaft und durch Einwanderungspolitik wurde in der BRD die „Atmosphäre einer Bahnhofswandelhalle“ (Peter Gauweiler, CSU) geschaffen, die zusammen mit einer familienfeindlichen Politik und anderen Faktoren zu einer geburtenarmen und überalterten Gesellschaft führten.
Zu dieser unter humanen Gesichtspunkten fehlentwickelten Wirtschaftsordnung und Gesellschaft konnte es kommen, weil durch die Behinderung der nationalen Opposition der breiten Bevölkerung kein alternatives Wirtschaftsmodell bekannt wurde. Bereits vor über 90 Jahren wurde als Alternative zu Kommunismus und Kapitalismus von Wirtschafts- und Sozialreformern Vorstellungen entwickelt, dem der Grundsatz zugrunde liegt: Die Wirtschaft ist für die Menschen da und nicht die Menschen für die Wirtschaft.
Die Grundlagen für eine humane Gesellschaftsordnung sind also gelegt. Die herrschende Führung müßte eine Nutzung nur zulassen.
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