Nichts zu Lachen für Steinzeitkommunisten
Die Linke, Nachfolgeorganisation der Stasi- und Mauermörderpartei SED, lud für Sonnabend den 18.7. zu einem Infostand mit ihrem Spitzenkandidaten der Landesliste Jan van Aken in die Rahlstedter Fußgängerzone ein. Und so stand Herr van Aken an jenem Sonnabendvormittag völlig unbeachtet mit wenigen Uraltkommunisten verloren in der belebten Fußgängerzone herum. Doch plötzlich kam Bewegung rund um das linke Infoständchen auf. Denn eine deutliche Überzahl junger freier Nationalisten tauchte auf, und verhalf mittels Flugblättern einem nichtanwesenden Spitzenkandidaten einer anderen Partei zu deutlich mehr Aufmerksamkeit, als dem anwesenden Jan van Aken. Denn rundherum um das linke Häufchen wurde jetzt das Kandidatenflugblatt des Spitzenkandidaten der Landesliste der NPD, Jürgen Rieger, verteilt. Und während trotz massiver Bewerbung der farblose Biologe Jan van Aken in Hamburg gänzlich unbekannt ist, geniest der Landesvorsitzende der NPD, Rechtsanwalt Jürgen Rieger, eine gewisse Bekanntheit in der Stadt. Mit etwas Verzögerung erkannten auch Herr van Aken und seine lethargischen Senioren diese Situation und bemühten sich nach einem kurzen Krisengespräch, ebenfalls Aktivitäten zu entfalten. Und so kam es, daß van Aken und Genossen ebenfalls versuchten, Material zu verteilen. Zuerst ein Flugblatt, das wie eine Werbung eines Lieferservices gestaltet war. Doch derartige Werbung müllt schon zur Genüge die Briefkästen zu, so daß für diese Flugblätter keine Abnehmer gefunden werden konnten. Daher hieß es auf einmal nicht mehr, ‚von der Sowjetunion lernen, heißt siegen lernen‘, sondern, ‚von Nationalisten lernen, heißt siegen lernen‘. Von nun an wurde versucht, ein Faltblatt zu verteilen, welchen in Form und Farbe dem Kandidatenflugblatt von Jürgen Rieger sehr ähnelte. Doch zum Verteilen gehören nicht nur das Material, sondern auch die Verteiler. Und da kommen halt junge Nationalisten deutlich besser an, als Steinzeitkommunisten. Als letzte Lösung, um nicht in der Wahrnehmung weiter unterzugehen, begann van Aken dann, die Passanten – zumindest die aus einer Richtung kommend – vor den bösen NPD Flugblättern zu warnen. Das machte die Bürger natürlich neugierig, und niemand läßt sich gerne von anderen vorschreiben, was er zu tun und zu lassen hat. Also steigerte auch diese Maßnahme den Verteilererfolg der Nationalisten zusätzlich. So kam es, daß die Genossen der Linkspartei schnell wieder in dieselbe Untätigkeit verfielen, die sie schon vor dem Erscheinen der Nationalisten an den Tag gelegt hatten. Das Kandidatenflugblatt der NPD wurde hingegen munter weiter verteilt. Erst nachdem hunderte NPD-Flugblätter verteilt wurden, überließ man Jan van Aken und seine Uraltkommunisten wieder sich selbst und ihrer deprimierenden Untätigkeit. Aus nationaler Sicht war der Infotisch erfolgreich. Die Linke war ein schlechter Verlierer: Am 31.7. beantragte sie beim Landeswahlausschuß, daß die NPD nicht zur Bundestagswahl zugelassen werden möge. Ohne Erfolg: der Landeswahlausschuß ließ einstimmig die NPD zu.
Kundgebung in Berlin
3.Oktober 1990 – Vom Regen in die Traufe!
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