Speit speit…
Vollmundig angekündigt wurde eine Veranstaltung über „rechtsradikale Jugendpolitik“ mit dem taz-Autor Andreas Speit. Die Blankeneser Kirchengemeinde hatte gemeinsam mit einem selbsternannten “Blankeneser Bündnis gegen Rechts“ die Werbetrommel an allen weiterführenden Schulen des Hamburger Westens gerührt und großflächig in allen Klassenzimmern plakatiert. Zur Lachnummer geriet diese Veranstaltung aber, als statt der erwarteten mehreren 100 Jugendlichen etwa 30 Greise erschienen. Dementsprechend blieben auch die meisten Sitzplätze leer.
Zunächst einmal hob Andreas Speit hervor, daß die Hamburger NPD durch den Tod ihres Vorsitzenden Jürgen Rieger kaum geschwächt sei, da es Jürgen Riegers Ziehsöhnen gelungen sei, die Partei weiterzuführen und alle Immobilien im Besitz zu halten, wobei noch anzumerken sei, daß die NPD die „jüngste“ Partei sei – mit den jüngsten Mitgliedern, den jüngsten Parteieintritten und den wenigsten Karteileichen. Darüber hinaus ginge die NPD nach dem Vereinigungsparteitag am 6.11. nun auch gestärkt aus dem Zusammenschluß mit der DVU hervor, so daß ein Einzug in den Landtag von Sachsen-Anhalt möglich oder sogar wahrscheinlich wäre, da die Umfragen dort jetzt schon bei fast 5 Prozent lägen. Lobend erwähnte Andreas Speit, daß der derzeitige Hamburger Landesvorsitzende seinen Meisterbrief mit Auszeichnung gemacht habe – nicht allerdings, ohne sich selbst stolz den „Verdienst“ anzurechnen, daß er ihn in den 90er Jahren durch einen miesen Hetzartikel in der taz um Lohn und Brot gebracht habe.
Weiter wurden zwei Musiktitel des Musikers Oliver Keudel (kein NPD-Mitglied) eingespielt. Dies konnte nur als reine Werbeveranstaltung aufgefaßt werden, wenn man sich einmal im Vergleich dazu die Rapper und Hiphopper der Punk- und linksalternativen Szene zu Gemüte führt. Anschließend wurde ein Video vorgespielt, in dem für die deutsche Volksgemeinschaft und gegen die multikulturelle Gesellschaft geworben wurde.
Zum Schluss stellten sich vier junge Leute mit den Namen Marie, Julia, Inga und Till vor, die vor kurzem am Marion-Dönhoff-Gymnasium (vormals: Willhöden) Abitur gemacht hätten und seit zwei Jahren im „Blankeneser Bündnis gegen Rechts“ aktiv seien. Sie wollten von ihren „Erlebnissen“ und „Erfahrungen“ mit den „Rechtsextremisten“ berichten. Dazu fiel ihnen allerdings nichts weiter ein als die langweilige und abgegriffene Floskel von der angeblichen „rechten Gewalt“ – wobei aber keinem von ihnen persönlich irgendeine „rechte Gewalt“ widerfahren war – obwohl sie sich doch alle öffentlich „gegen Rechts“ engagieren. Nur Till meinte, beobachtet zu haben, daß ein Rechter versuchte – als 15 gewaltbereite Linksextremisten seinen Stand stürmen wollten – sich mit einem Plakat zu verteidigen – was natürlich als Musterbeispiel für „rechte Gewalt“ herausgestellt wurde.
Die ganze Veranstaltung spielte sich im Rahmen sogenannter „Friedenswochen“ ab – wobei es das Geheimnis der Kirche bleibt, was Deutschenhaß mit Frieden zu tun hat.
Die Kirche hat mal wieder in altbewährter Weise gezeigt, daß sie nicht die Religion des deutschen Volkes vertritt. Während sie gegenüber dem Islam Toleranz bis zur Selbstaufgabe predigt, steht sie bei der Verfolgung von „ungläubigen heidnischen Germanen“ – gegen die auch Andreas Speit als nächstes vorgehen will – seit über 1200 Jahren in guter Tradition.
Interessanterweise war unter den Anwesenden kein einziger Ausländer – auch nicht unter den vier Jugendlichen, obwohl in dieser Altersgruppe in Hamburg 50% Migrationshintergrund herrscht. Offenbar wissen Deutsche, was für Ausländer gut ist. Was sonst so oft geäußert wird, das scheint im Falle der Antifa zuzutreffen, nämlich – am deutschen Wesen soll die Welt genesen.
Tag der deutschen Zukunft 2012
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