Traue keiner Statistik
Mit vor Stolz geschwellter Brust verkündete der Chef des Hamburger Arbeitsamtes, das sich jetzt Arbeitsagentur nennt, daß im Mai die Zahl der Arbeitslosen kleiner geworden sei; und zwar um 4038 Menschen im Vergleich zum Vormonat. Angeblich beträgt die Arbeitslosenzahl jetzt 75.000; das ergäbe für Hamburg eine Arbeitslosenquote von etwa 8 %, eine Zahl mit der wir jedenfalls nicht zufrieden sind.
Schlimm aber ist, daß die wirkliche Zahl der Arbeitslosen in Wirklichkeit doppelt so hoch ist. Nicht in der Statistik aufgeführt sind nämlich die, die zwar ohne Arbeit sind, jedoch Weiterbildungskurse belegen. Auch die Ein-Euro-Jobber fehlen und alle Arbeitslose, die älter als 58 Jahre sind und somit nicht mehr als vermittelbar gelten. Das gilt auch für Arbeitslose, die krank sind und die, welche die Kündigung erhalten haben, sich jedoch noch nicht beim Arbeitsamt gemeldet haben.
Somit liegt die tatsächliche Zahl der Arbeitssuchenden in Hamburg bei 145.000, was einer Arbeitslosenquote von fast 16 % entspricht. Die uralte NPD-Forderung, wonach deutsche Arbeitsplätze vorrangig von Deutschen zu besetzen sind, würde schnell und nachhaltig viele unserer Landsleute in Arbeit bringen.
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