Fünfter Trauermarsch für die Opfer des alliierten Folterlagers
Immer mehr Deutsche gedenken der Opfer des alliierten Folterlagers von Bad Nenndorf, das stellvertretend für viele alliierte Folterlager zum bekanntesten Symbol für alliierte Verbrechen am deutschen Volk während und nach dem Zweiten Weltkrieg geworden ist. Am diesjährigen Trauermarsch in der „verbotenen Stadt“ beteiligten sich über 1.000 Menschen, die trotz rechtswidriger Schikanen zum Wincklerbad marschierten.
Rückblick: Das Kurhaus “Wincklerbad” in Bad Nenndorf wurde vom britischen Geheimdienst ab August 1945 beschlagnahmt und zu einem grausigen Folterlager umfunktioniert. Die Badinstallationen wurden aus den gekachelten Räumen demontiert, Stahltüren eingebaut und verschiedene Folterinstrumente aufgestellt. Rund zwei Jahre lang wurden deutsche Soldaten, aber auch vermeintliche Sowjetspione, grausam gefoltert und schwer mißhandelt. Viele erlagen ihren Mißhandlungen. Insgesamt 372 Männer, Frauen und sogar Kinder waren im Wincklerbad den sadistischen Foltermethoden ihrer britischen Peiniger ausgesetzt. Ein antifaschistischer Insasse sagte später aus, er habe selbst in über zwei Jahren Gestapo-Haft niemals eine solche Behandlung erfahren müssen, wie im britischen Folterlager Wincklerbad.
Die Namen der Täter sind sehr wohl bekannt, auch wenn die britische Regierung die Akten über das ganze Ausmaß des Verbrechens immer noch unter Verschluß hält. Seitens bundesrepublikanischer Behörden und Politiker besteht jedoch kein Interesse an der weiteren Aufklärung, an Konsequenzen oder an der Schaffung eines würdigen Ehrenmals für die Opfer – sie wollen nichts unternehmen, was ihr auf Lügen aufgebautes Nachkriegskartenhaus zum Einsturz bringen könnte.
Erst wir haben den Opfern endlich eine Stimme und ein Gesicht gegeben!
Schon im fünften Jahr in Folge haben wir mit einem öffentlichen Trauermarsch die Mauer des Schweigens und der Lüge durchbrochen. Wie tief die Wunde ist, in die wir unseren Finger legen, mag man daran ersehen, daß in diesem Jahr erstmals rechtswidrige Redeverbote – gegen die Zeitzeugin Ursula Haverbeck und den Historiker Dr. Rigolf Henning – verhängt wurden.
So groß ist die Angst dieses Systems vor der Wahrheit, daß es schon ganz offen seine eigenen „Grundrechte“ brechen muß, um noch zu retten, was an seinem brüchigen Lügengebilde noch zu retten scheint.
Doch dafür ist es längst zu spät. Nirgends ist die Lüge von der „Befreiung“, auf der dieses System fußt, offenkundiger widerlegt, als in Bad Nenndorf. Das läßt sich mit keiner Zensur und keinem Verbot vertuschen. Und auch die bekannte Verzögerungstaktik der Polizei, die mal wieder eine stundenlange Schmierenkomödie über die Zulassung und Ablehnung von benötigten Orderkräften aufführte, brachte uns nicht aus der Ruhe. Das Wincklerbad inmitten des Kurortes war unser erklärtes Ziel und wir haben es letztlich auch erreicht. Diszipliniert und würdig, wie in den Jahren zuvor.
Die vom DGB herangekarrten Schwachköpfe konnten uns nicht stören, sie wurden einfach mit schweigender Verachtung gestraft. Viele von Wertmüllers hirnrissigen Genossen beschäftigten sich deshalb mit der üblichen Randale am Rande, womit sie freundlicherweise die Prognose des Verwaltungsgerichts Hannover bestätigten, das die DGB-Versammlung verboten hatte, weil von ihr die Gewalt ausgeht. Schön wäre es, wenn das OVG Lüneburg dies im nächsten Jahr auch endlich einsehen würde.
Zu Blockaden kam es jedoch nicht. Die Straßenkreuzungen vor dem Wincklerbad wurden rundum von uns eingenommen, um der Stadt und den Bürgern vor Augen zu führen, wie ein würdiges Gedenken auszusehen hat. Mit deutlichen Worten bewerteten die Redner des Tages das damalige Verbrechen und den heutigen „offiziellen“ Umgang damit. Für die Opfer gab es eine Schweigeminute und einen symbolisch auf dem Platz vor dem Wincklerbad niedergelegten Kranz.
Für die etablierte Politmafia und ihr linkes Gesindel gab es Schimpf und Schande. Ein meterlanges schwarzes Transparent mit weißer Aufschrift „BESATZER RAUS“ wurde in luftiger Höhe mit Hilfe eines Kranfahrzeuges auf die Höhe des Daches des Wincklerbades gebracht und heruntergelassen.
Weithin sichtbar schwebte diese Kernforderung des nationalen Widerstandes über der Stadt. Einer der Redner wurde in seiner Ansprache durch die Polizei gestört, die mit dem Vorwand, daß Teile der Ansprache angeblich gegen § 86 StGB verstoßen haben sollen, diese Rede unterbrach. Widerwillig wurde der polizeilichen Anweisung Folge geleistet, um das friedliche Gedenken nicht zu gefährden, auch wenn ersichtlich war, daß es sich hier um rechtswidrige Willkür handelte, die uns provozieren sollte.
Die Provokation gelang der Polizei jedoch auch in diesem Fall nicht. Die über 1.000 Teilnehmer blieben, dem Anlaß angemessen, beherrscht. Erst am frühen Abend waren die letzten Trommelschläge in Bad Nenndorf verhallt.
Text: http://www.mein-hh.info
Bilder: Nr.4 mein-hh.info; Nr.1, 2, 3 ts/hh
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