Zigeunerposse in Berlin


Man muß sich das mal vorstellen: Eine rund fünfzigköpfige Zigeunersippe aus Rumänien hat der Ruf nach „multikultureller Bereicherung“ erreicht, macht sich auf gen Westen und fordert nun dreist von der Stadt Berlin, ihnen Wohnungen zu besorgen. Plätze in einem Asylbewerberheim, die ihnen die Stadt freiwillig anbietet, lehnen die „feinen“ Herrschaften dankend ab. Eigentlich ist hier die Rechtslage völlig klar, aber eigentlich gilt in dieser BRD nicht. Da herrschen die Gesetze des Gutmenschentums, die solche Frechheiten erst herausfordern. Kein klar denkender und stolzer Mensch würde sich so eine Erpressung gefallen lassen. Aber die BRD mit ihrem Schuldbuckel nimmt die Hiebe dieser dreisten Zigeuner dankend an. Zwar wird pro forma auch die mögliche Abschiebung in Betracht gezogen, aber man weiß ja, wie solche Fälle ausgehen. Die derzeitige Sozialsenatorin von Berlin, Heidi Knake-Werner (SED), will nun erst einmal eine sogenannte „Nothilfe“ leisten, es sind ja nur die Steuergelder des hart arbeitenden deutschen Volkes, die dafür verwendet werden.

Wie kam es überhaupt zu dieser Posse? Zuerst nutzten die Zigeuner den Görlitzer Park, der sonst als Drogenhölle mißbraucht wird, und richteten dort wochenlang ihr Lager ein. Danach hausten sie in dem linken Wohnprojekt Bethanien in Kreuzberg. Und als es auch diesen Bewohnern zuviel wurde (und das will schon was heißen), enterte die Sippe die St. Marien-Liebfrauen-Kirche in der Wrangelstraße und verlangte dort Kirchenasyl. Der „Tagesspiegel“ vom 28.05.2009 schrieb: „Pfarrer Olaf Pollosek wurde von der Ankunft der großen Romagruppe mit etlichen Kindern völlig überrumpelt. Er sei nicht gerade erfreut über die seiner Schätzung nach etwa 50 Gäste, sagt er dem Tagesspiegel.“ Nanu? Keine Lust auf gelebtes Multikulti, Herr Pfarrer? Das ist ja fast schon – diskriminierend. Wenn wir nun schadenfroh wären, (was wir natürlich nicht sind ;-) ) würden wir dem Pfaffen seine Bereicherung gönnen. Was kann schon groß passieren? Leerzauberung des Opferstockes und der Weinflaschen des heiligen Abendmahles? Alles nicht so wild. Das sollte uns diese neue Erfahrung doch wert sein. Das muß man doch aushalten, frei nach einer grünen Türkentante aus Frankfurt am Main. Sozusagen die praktische Überprüfung des christlichen „wir sind doch alle Brüder und Schwestern im Namen des Herrn“.

Dienstag geht diese Posse in die nächste Runde. Da der Herr Pfarrer nach Pfingsten wieder Ruhe haben will, hat man sich nach langem Palaver am runden Tisch, mit sogenannten „professionellen Mediatoren“ und Vertretern von Senat und Bezirk geeinigt, daß die restlichen zwanzig Zigeuner spätestens Dienstag auch aus der Kirche verschwinden. Den anderen Teil der Sippe hat man inzwischen im Asylantenlager Motardstraße zwischengelagert. Insgeheim hofft der Senat wohl, daß sich das Problem von alleine löst. Man ahnt aber, wie es weiter geht.

Die Romasippe reiste im übrigen völlig unkompliziert mit einem ganz normalen drei Monate gültigen Touristenvisum ein, nach dessen Ablauf ohne weiteres die Abschiebung verfügt werden kann. Dazu ist es natürlich nötig, daß geklärt wird, wer nun die Kosten der Rückreise bezahlt. Aber die würde der Berliner Senat sicher gerne zahlen, damit das Problem erst einmal gelöst ist. Bis die nächste Sippe kommt. Zum Glück gibt es genug rote Veranstaltungsorte, linke Vereinigungen wie zum Beispiel die Hamburger „Rote Flora“, die sich sicher auch über heitere Multikultiabende mit Zigeunertanz und Musik freuen würden. Bißchen Staatsknete aus sogenannten „Antirassismusprojekten“ wird doch noch übrig sein für die Bewirtungen unserer „südländischen Schätzchen“. Der Irrsinn der BRD geht dann in die nächste Runde…

Schluß mit diesen leichtfertig an jeden vergebenen Visa! Das ist in etwa so, als baut man seine Wohnungstür aus, damit jeder Fremde die eigene Wohnung nach seinen Wünschen nutzen und sich am Kühlschrank bedienen kann. Genauso unsinnig war es, die Staatsgrenzen zu entfernen. Grenzen helfen, unklare Gestalten außen vor zu lassen. Freundliche Gäste dagegen sind gerne gesehen, Gäste, die auch wissen, wann sie wieder zu gehen haben. Und die stolz drauf sind, ihren Lebensunterhalt selber zu bezahlen.

Nachsatz 1: Unsere Zigeuner sind nun allesamt in das Spandauer Asylbewerberheim gezogen, bei voller Kost und Logis selbstverständlich. Dieser Vorfall ist ein Vorgeschmack auf 2011, wenn alle Visabestimmungen mit Rumänien und Bulgarien fallen, dann werden es nicht nur fünfzig Zigeuner sein, die die BRD „bereichern“.

Nachsatz 12.06.2009: Inzwischen haben sich die Zigeuner pro Kopf 250 € auszahlen lassen. Die Bezirksverwaltung hat für 110 Zigeuner, die sich bei der Behörde gemeldet hatten, (Haben die sich vermehrt, in den Meldungen war erst von rund 50 Zigeunern die Rede?) also 27.500 € übrig gehabt. Zwar war vereinbart, das die Sippe dafür Fahrkarten kauft und zurück in ihre Heimat fährt, aber wer glaubt daran? (ts/hh)





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