Faschismus
(“Fasces” waren im alten Rom sinnbildliche Rutenbündel, die Äxte als Zeichen der Amtsgewalt enthielten und die den Amtsträgern vorangetragen wurden.) Heute ist Faschismus eine kaum noch aussagekräftige Totschlage-Bezeichnung zur Ausschaltung politisch Andersdenkender. “Jeder ist heute für irgendwen ein Faschist”. Der Faschismus war ursprünglich in Anknüpfung an altrömische Traditionen eine Erneuerungsbewegung im liberalistisch heruntergewirtschafteten Italien nach dem Ersten Weltkrieg. Faschismus und Nationalsozialismus, aber auch Faschismus und Nationalismus sind nicht gleich. Der Faschismus betont sehr stark die Rolle des Staates, oft zu Lasten der des Volkes. Es wäre angebracht, aus dem Zeitabschnitt des Faschismus Schlüsse zu ziehen, aus den Verfahren, die romanische Staaten wie Italien, Portugal, Spanien, gerade durch zeitweilige Ausschaltung liberalistischer und marxistischer Positionen, zu zeitweiliger Blüte verholfen haben.
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